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12.06.2019

Küchenkräuter – Der kleine Kräuter-Guide

Habt ihr etwa was Grünes im Essen? Kräuter sind in der Küche kaum mehr wegzudenken. Sie verleihen vielen Gerichten das gewisse Etwas und sind zudem auch noch gesund. Ein weiterer Pluspunkt von Küchenkräutern: Ihr müsst eure Gerichte weniger salzen. Wir verraten euch in diesem Blogbeitrag, was es über das Kochen mit Kräutern zu Wissen gibt. So wird euer nächstes Gericht mit Sicherheit ein voller Aromaerfolg.

1. Was ist beim Einkauf von Küchenkräutern zu beachten?

Für Küchenkräuter gibt es eigentlich nur eine goldene Regel. Wenn ihr diese befolgt, dann steht dem freudigen Experimentieren mit verschiedenen Kräutern und Aromen in der Küche nichts mehr im Weg.

Kräuter müssen frisch sein! Ansonsten habt ihr störende Fehlaromen, die ihr in eurem leckeren Gericht auf keinen Fall haben möchtet. Achtet einfach darauf, dass die Küchenkräuter keine gelblichen oder matschigen Blätter, sowie keine vertrockneten Spitzen haben. Am besten kauft ihr eure Kräuter auf dem Wochenmarkt. Falls ihr einmal keinen Zugang zu frischen Kräutern habt, sind qualitativ hochwertige, tiefgekühlte Bio-Kräuter eine gute Alternative.

2. So bekommt ihr Küchenkräuter richtig klein

Hier scheiden sich die Geister – oder eher die passenden Methoden je nach Kräuterart. Neben Messern, Kräuterscheren oder – mühlen, reiht sich der Mörser in die Reihe der möglichen Verarbeitungsmethoden in der Kräuterküche ein. Doch welcher Küchenhelfer passt am besten zu welchen Kräutern?

  • Das Küchenmesser ist hierbei ein kleiner Küchenkräuter-Allrounder. Tendenziell könnt ihr hiermit alle herkömmlichen Kräuter kleinschneiden. Ihr werdet merken, dass sich ein größeres Messer besser eignet, als ein kleines Schälmesser. In jedem Fall sollte die Klinge schön scharf sein.
  • Das Wiegemesser zeichnet sich durch seine runde Klinge aus. Meist sind zwei oder mehrere Klingen nebeneinander angeordnet. Mit etwas Druck lassen sich auch etwas härtere und festere Küchenkräuter, wie Rosmarin, im Handumdrehen zerkleinern.
  • Die Kräutermühle eignet sich besonders für die Verarbeitung größerer Kräutermengen. Ob elektrisch oder mechanisch – mit der Mühle können Petersilie und Co. ruckzuck zerkleinert werden. Ein kleiner Nachteil ist die anschließende, etwas aufwendigere Reinigung und, dass die Kräuter eventuell sehr ungleichmäßig zerkleinert, im schlimmsten Fall zerrissen werden.
  • Die Kräuterschere ist ein super Küchenhelfer, wenn es um die Zerkleinerung von Kresse oder Schnittlauch geht. Aber auch alle anderen weicheren Kräuter können ganz schnell und einfach direkt über dem Topf zerschnitten werden.
  • Der Mörser kommt immer dann zum Einsatz, wenn ihr Kräuter-Pasten, -Marinaden oder –Pestos herstellen wollt. Besonders zu empfehlen sind Stein- oder Porzellan Mörser.

Kräuter Guide

3. Kochen mit Kräutern: Das Meet & Greet

Wem welche Küchenkräuter am besten zusammen schmecken, ist am Ende des Tages wohl Geschmackssache. Doch die folgenden Kombinationen können nicht allzu schlecht schmecken, da sie in Sterne- und auch Mutters Küche häufig verwendet werden – so genannte alte Hase der Kräuterküche.

  • Schnittlauch & Petersilie
    Hier treffen zwei Küchenkräuter aufeinander, die wohl die beliebteste Kombination der Deutschen darstellt. Die elegante Frische der Petersilie passt perfekt zu der würzigen Schärfe des Schnittlauchs. Sie eigenen sich vor allem für Gemüseeintöpfe, Kartoffeln und Joghurt-Dips. Letztere könnt ihr zum Beispiel wunderbar aus unserem leckeren Sojaghurt Classic zaubern.
  • Salbei & Oregano
    Wer bei diesem italienischen Duo nicht gleich von der Wärme des Südens träumt, hat sie noch nicht zusammen probiert. Sie finden sich in vielen mediterranen Gerichten wieder. Besonders gut zu kombinieren sind die Kräuter mit Tomaten. Ob in Pasta Saucen, auf Pizzen oder einfach als Topping einer leckeren Brotschreibe – sie verleihen eurem Gericht das gewisse mediterrane Etwas. 
  • Kräuter der Provence
    Die wohl bekannteste und beliebteste Kräutermischung überhaupt. Hauptkomponenten sind Thymian, Rosmarin und Oregano. Dazu gesellen sich oft Estragon, Basilikum, Bohnenkraut, Lorbeer, Fenchel, Kerbel, Salbei, Lavendel, seltener Petersilie oder Wacholderbeeren. Genauso vielfältig wie die Kombinationsvarianten ist die Anwendbarkeit der Aromabombe. Der Alltrounder passt zu Nudel- und Kartoffelgerichten, Eintöpfen, mediterranen Salaten oder Suppen. Die Kräuter sind auch ideal für Marinaden geeigent, z.B. für Tofu.
  • Italienische Kräuter
    Diese Kräutermischung ist sozusagen die kleine Schwester der Kräuter der Provence-Mischung. Hauptbestandteile hier sind Oregano, Basilikum und Rosmarin, die auch mit vielen verschiedenen anderen Kräutern gemischt werden. Insgesamt verleiht diese Mischung eurem Gericht eine eher leichtere mediterrane Note. Die kräftig aromatischen Kräuter wie Bohnenkraut und Thymian sind im Vergleich zur Kräuter der Provence-Mischung mengenmäßig weniger enthalten. Probiert es doch mal aus und verfeinert beispielsweise unsere vegane Bolognese
  • Bohnenkraut und Petersilie
    Wenn das intensive, herbe Aroma des Bohnenkrauts sich mit der frisch-würzig schmeckenden Petersilie vereint, dann war mal wieder ein Meisterkoch in der Kräuterküche am Werk. Mit dieser Kombination lassen sich vor allem Eintöpfe auf ein neues Geschmackslevel heben. Wichtig hierbei ist, dass ihr das Bohnenkraut mitkochen lasst – ansonsten kann es sein Aroma nicht entfalten. Die Petersilie gebt ihr erst zum Schluss hinzu, damit nicht alle Vitamine zerstört werden.
  • Minze und Zitronenmelisse
    Diese Kombination ist besonders erfrischend und eignet sich super für sommerliche Erfrischungsgetränke. Einfach in eine Karaffe geben, mit Wasser auffüllen und genießen.

…Und viele Kombinationen mehr. Die Liste könnte ewig so weiter gehen. Küchenkräuter bereichern viele Gerichte und verleihen ihnen das gewisse Extra. 

Kräuter Guide

4. Aufbewahrung – wenn was übrig bleibt

Damit ihr noch schön lange etwas von euren Küchenkräutern habt und auch die nächsten Gerichte damit aufpeppen könnt, sind hier einige Tipps, die ihr bei der Lagerung beachten könnt.

  • Um Topfkräuter, wie Basilikum, schön lange frisch zu halten, besprüht ihr sie am besten regelmäßig mit Wasser und lasst den Topf in der Schutzfolie. Denn wenn euer Basilikum nach dem Kauf schnell die Blätter hängen lässt, liegt das oft an der Art der Züchtung. Damit er schnell wächst, wird er unter warmen und feuchten Bedingungen ausgesät und herangezogen. Mit dem Folienumschlag imitiert ihr diese Anzuchtbedinungen. 
  • Küchenkräuter, die ihr im Bund kaufen könnt, wie Petersilie, Minze oder Koriander, wascht ihr am besten komplett, schüttelt das Wasser ab und wickelt sie in ein Küchenpapier. So eingewickelt halten sich die Kräuter 4-7 Tage im Kühlschrank. Wer besonders viel Platz im Kühlschrank hat, stellt die Küchenkräuter nach dem Waschen in ein Glas mit Wasser.
  • Natürlich lassen sich Küchenkräuter auch einfrieren. Dazu die Kräuter einfach waschen, die Blätter abzupfen oder fein hacken. Entweder die Kräuter so in einer Gefrierbox einfrieren oder in einem Eiswürfelbehälter zusammen mit etwas Wasser einfrieren.

Nach so vielen Informationen heißt es aber erst einmal ran an die Töpfe und losgekocht. Welche Kräuterkombinationen ihr am liebsten mögt, findet ihr nur heraus, wenn ihr sie verwendet. Learning by cooking heißt hier die Devise. Expertisiert doch mal mit unseren leckeren Berief Rezepten.

 

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