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Neues aus Beckum

Berief Food: Prof. Dr. Andreas Pinkwart zu Besuch im Coworking Space

NRW-Minister bestärkt das „Team Zukunft“ in seinem weiteren Vorgehen zur 5G Technologie

Beckum, den 23. März 2022. Mitgestalten – das ist ein Ziel der Berief Food GmbH, besonders auch beim Thema Digitalisierung. Mit einer Machbarkeitsstudie zum Einsatz der neuen Mobilfunk-Generation 5G im Betrieb beteiligt sich das Familienunternehmen aus Beckum am 5G.NRW Förderwettbewerb. Bund und Länder arbeiten gleichzeitig verstärkt an Strategien, um die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben. Eine gute Gelegenheit sich auszutauschen. Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, war deshalb im März im Coworking Space der Berief Food GmbH zu Gast und hat das „Team Zukunft“ in seinem weiteren Vorgehen bestärkt.

Foto (v.l.n.r.): Christoph Lehrke (Digitale Transformation Berief), Bernd Eßer (Geschäftsführer Berief), Prof. Dr. Andreas Pinkwart (NRW-Wirtschafts- und Digitalminister, Klaus Petschel (Digitale Transformation Berief)

Pressebild NRW Minister März 2022

Die Berief Food GmbH ist im Rahmen des 5G.NRW Förderwettbewerbs als einziges privatwirtschaftliches Unternehmen ausgewählt worden und hat im Sommer 2021 eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines 5G Campusnetzes gestartet. Ziel der Studie ist es zu beurteilen, ob und wie ein 5G Campusnetz eine zukunftsfähige Intralogistik, also die Prozesse innerhalb des Betriebs, unterstützt. Welche Erkenntnisse sie gesammelt haben und vor welchen Herausforderungen sie stehen, haben Berief-Geschäftsführer Bernd Eßer sowie Klaus Petschel und Christoph Lehrke, beide Teil des neunköpfigen „Team Zukunft“, das bei Berief an der 5G Thematik arbeitet, NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart vorgestellt.

„Mit 5G eröffnen sich Unternehmen viele Zukunftsperspektiven und neue Wege in die vollständig vernetzte Arbeitswelt von morgen. Die Berief Food GmbH zeigt mit ihrer Machbarkeitsstudie von 5G-Campusnetzen was möglich sein kann, wenn neue, smarte Möglichkeiten kontinuierlich in bestehende Prozesse eingebunden und Synergiepotenziale der Digitalisierung genutzt werden. Ich bin davon überzeugt, dass hiervon viele weitere Unternehmen und Branchen in Nordrhein-Westfalen profitieren können,“ sagt Minister Pinkwart.

Privatpersonen, die 5G hören, denken in erster Linie an Folgendes: Sehr schnelles Surfen im Internet, stundenlanges Streaming und Gaming. Für die Industrie bietet der Ausbau der 5G Technologie jedoch deutlich mehr Möglichkeiten: „5G lässt uns das Unternehmen komplett neu denken“, fasst Berief-Geschäftsführer Bernd Eßer die Chancen zusammen. 5G ermöglicht eine Übermittlung sehr großer Datenmengen nahezu ohne Zeitverzögerung und gilt deshalb als Schlüssel für die „Smart Factory“, die „intelligente Fabrik“ der Industrie 4.0. Ein Beispiel: Ein autonomes Flurförderfahrzeug ist im Werk von A nach B unterwegs und transportiert Rohstoffe oder Produkte. Aktuell ist das Fahrzeug nicht in der Lage Gefahren zu erkennen. Tritt eine Person hinter einer Regalecke hervor, droht ein Zusammenstoß. Um das zu vermeiden ist das autonome Flurförderfahrzeug bisher sehr langsam unterwegs. Durch die Implementierung 5G-fähiger Flurförderfahrzeuge und einer Sensortechnik im Werk wäre es möglich, dass die Maschine ihre Umgebung „wahrnimmt“. Sie weiß, dass keine Person um die Ecke biegt und ist in der Lage sehr schnell von A nach B zu gelangen. Ähnliche Situationen sind im Straßenverkehr bekannt. Ist eine Abbiegung schwer einsehbar, sind Spiegel angebracht. Sie ermöglichen ein unfallfreies Abbiegen, weil der Fahrer seine Umgebung kennt. Bei einer 5G-Intralogistik ist das Prinzip das gleiche. Hier handelt es sich nur nicht um Spiegel, sondern um eine vernetzte Sensortechnik. Der Aufbau eines 5G Campusnetzes bietet für die Optimierung von Prozessen entsprechend ganz neue Möglichkeiten.

Berief sieht deshalb große Chancen für produzierende Unternehmen in der neuen Technologie. Elementar für den Aufbau eines Campusnetzes sind dabei drei Parteien: Die Systemintegratoren, die die 5G Infrastruktur liefern. Der Maschinenbau, der 5G-taugliche Maschinen baut und die Anwender, wie die Berief Food GmbH selbst. Genau hier stößt das „Team Zukunft“ aber auf eine große Herausforderung: „Wir stehen vor einer Henne-Ei-Problematik. Der Maschinenbau wartet mit der ernsthaften Entwicklung von 5G-tauglichen Anwendungen, bis es ausreichend Anwender gibt. Die produzierende Industrie wartet mit einer Implementierung von 5G-Campusnetzen, bis es entsprechende Maschinen gibt“, erklärt Projektleiter Klaus Petschel im Gespräch mit dem NRW-Minister. Für das „Team Zukunft“ ist klar: Um die Herausforderung zu lösen, sind die Anwender, wie die Berief Food GmbH, gefragt. Sie sind Innovationstreiber. Prof. Dr. Andreas Pinkwart teilt diese Einschätzung und bestärkt das Team deshalb auch in ihrem weiteren Vorgehen. 

Als nächsten Schritt plant die Berief Food GmbH proaktiv auf Intralogistik Anbieter zuzugehen, die Maschinen entwickeln und bauen, die die 5G-Technologie unterstützen. Ziel ist es, Best-Practice-Beispiele zu realisieren. Des Weiteren ist die Berief Food GmbH offen für einen Austausch in der Region, um die 5G-Technologie im nördlichen NRW zu etablieren.

Die Berief Food GmbH

Die Berief Food GmbH ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Beckum im Münsterland. Seit über 35 Jahren entwickelt und fertigt sie aus regionalen Rohstoffen leckere, pflanzliche Produkte – seit 2006 sogar in Bio-Qualität. Als Pionier in der Herstellung von Tofu hat das Unternehmen sein Sortiment an pflanzlichen Lebensmitteln um pflanzliche Drinks, Ghurts und Kochcremes – vor allem auf Soja- und Haferbasis – erweitert. Werte wie Verantwortung, Nachhaltigkeit sowie Innovationskraft sind tief in der Unternehmenskultur verankert. Berief Food beschäftigt fast 400 Mitarbeiter am Standort Beckum. Dort erfolgt auch die komplette Produktion an pflanzlichen Lebensmitteln. Die Rohstoffe stammen überwiegend aus Deutschland, Österreich und der EU. Das Unternehmen ist seit 2021 klimaneutral. Die Geschäftsführung teilen sich Marcus Berief und Bernd Eßer.

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